CrossOver Trunstadt – das ist unser neues Projekt. In der heilpädagogischen Wohngruppe möchten wir Kindern und Jugendlichen, die aus schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen kommen, ein Dach über dem Kopf bieten. Ihre große Schwester befindet sich in Forchheim-Buckenhofen. Die nicht abreißende hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen gab den Impuls, diese zweite Wohngruppe – nun im Landkreis Bamberg – mit sieben Plätzen aufzubauen.

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Kinder und Jugendliche zuweilen nicht zu Hause aufwachsen können. Insofern ist der Bedarf, ihnen eine neue Heimstatt zu geben, hoch – auch im Raum Bamberg. Hinzu kommt die Corona-Krise, in der sich häusliche Konflikte häufen und Familien teilweise überfordert sind. All diese Aspekte stellen für uns als Jugendhilfeträger triftige Gründe dar, dem etwas entgegenzusetzen.

„Die Anfragen zur Aufnahme in eine heilpädagogische Einrichtung, die uns erreichten, sind zahlreich – die Notwendigkeit, hier tätig zu werden, ist also mehr als vorhanden“, erklärt Lothar Riemer, Vereinsvorsitzender von iSo, das Vorhaben. „Deshalb freuen wir uns, dass wir in Trunstadt eine geeignete Immobilie für die neue Wohngruppe gefunden und erworben haben.“

Das neue CrossOver-Haus in Trunstadt

Ein Haus für Geborgenheit, Leben und Zukunftsorientierung

Doch bevor die jungen Bewohnerinnen und Bewohner ihr neues Zuhause beziehen, musste ein solches erst einmal gefunden werden. Hier kommt Jürgen Weber ins Spiel. Der 43-Jährige beschloss, seine Immobilie zu verkaufen. Seiner sozialen Einstellung entsprechend ist es ihm ein Anliegen, dass sein ehemaliges Wohnhaus einem sozialen Zweck zugeführt wird. Er selbst hat dabei das Vorhaben mit einer Summe von 5.000 Euro unterstützt. Jürgen Weber dazu: „Mir gefällt der Gedanke, dass in meinem Haus junge Menschen eine Stätte für Geborgenheit, Leben und Zukunftsorientierung finden. Da kommt richtig ‚Leben in die Bude‘. Ich denke, die Kinder und Jugendlichen werden sich hier wohlfühlen.“ Die Immobilie befindet sich in einer verkehrsberuhigten Lage in Trunstadt. Durch die vielen Räumlichkeiten ist sie sehr gut für die geplante heilpädagogische Wohngruppe mit familiärer Ausrichtung geschaffen. Auch eine Terrasse und ein Garten sind vorhanden.

Trunstadt als geeigneter Sozialraum

Bürgermeisterin Regina Wohlpart und der Gemeinderat in Trunstadt stehen voll und ganz hinter dem Projekt. Regina Wohlpart sieht Trunstadt als einen idealen Ort, um die Wohngruppe zu etablieren „Unsere schöne Umgebung, die Nähe zu Bamberg, aber auch die unterschiedlichen Vereine mit ihren Freizeitangeboten bieten den Kindern und Jugendlichen von CrossOver vielfältige Möglichkeiten, sich hier zu entfalten.“ Eine ganz besondere Stellung nehmen für die Bürgermeisterin die Kinder und Jugendlichen ein. „In CrossOver stehen die jungen Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt. Sie sind mir schon jetzt ans Herz gewachsen. Unsere Gemeinde möchte ihre Entwicklung mit Rat und Tat unterstützen.“ Matthias Gensner, Geschäftsführer von iSo, blickt auf eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, in der iSo die Jugendarbeit leitet. Neben den von der Bürgermeisterin genannten Aspekten sieht er die Mischung von Handwerks- und Gewerbebetrieben als einen sozialräumlich wichtig an Faktor an. „Durch diese Struktur gibt es vielfältige Möglichkeiten für Praktika und Ausbildungen. Das wiederum ist von großer Bedeutung für die Verselbständigung der jungen Menschen.“

Unterstützung gesucht

Bis zum Einzug ist allerdings noch einiges zu tun. „Alleine können Jugendhilfeträger wie wir derartige Projekte nicht wirklich stemmen. Hier setze ich auf die soziale Einstellung und auf einen Schulterschluss von alten und neuen Partnern“, hofft Matthias Gensner. Ganz in diesem Sinne sind die drei in Bamberg ansässigen Rotary-Clubs an einer Unterstützung interessiert. Bereits verbindlich zugesagt hat der Club Domreiter. Präsident Michael Zachert ist es ein Anliegen, CrossOver Trunstadt unter die Arme zu greifen, da Einrichtungen wie diese genau die Philosophie der Rotarier treffen: „Wir fördern dadurch einzelne Kinder und Jugendliche. Übergeordnet gesehen legen wir damit einen Grundstein für eine bessere Gesellschaft.“

Um den Aufbau von CrossOver Trunstadt zu forcieren und Kindern sowie Jugendlichen eine Zukunftsperspektive zu geben, bittet iSo um weitere Spenden. Der Jugendhilfeträger freut sich über Geldzuweisungen, aber auch über beispielsweise handwerkliche Unterstützung. So sollen die Zimmer renoviert sowie eine bedarfsgerechte Erstausstattung für die Gemeinschaftsräume und die Einzelzimmer angeschafft werden. Und um mobil zu sein, benötigt die Wohngruppe dringend einen Kleinbus.

Spenden können über verschiedene Möglichkeiten überwiesen werden. Alles Infos dazu sind auf der extra eingerichteten Projektspendenseite zu finden.

Werden Sie Teil unseres aktuellen Spendenprojektes!

Fördern Sie den Aufbau unserer heilpädagogischen Kinder- und Jugendwohngruppe in Trunstadt!

Geborgenheit für Kinder und Jugendliche