Was willst du sein, wenn du groß bist?

Wie jedes Jahr kurz nach Schulbeginn, begaben sich unsere Klassen 8 und 9, auch diesen Herbst wieder auf die Suche nach einem Praktikum. Insgesamt sollten zwei Wochen gefüllt werden, am besten natürlich in zwei unterschiedlichen Betrieben. Auch in den letzten Jahren gab es durchaus schon immer Schüler:innen, welchen diese Suche leichter fällt und welche, die ein bisschen Unterstützung brauchen. Doch dieses Jahr schien alles komplizierter zu werden. Corona erschwerte die Suche extrem. Denn viele Betriebe konnten/wollten überhaupt keine Praktikant:innen nehmen. Entweder, weil sie durch die Pandemie selbst einfach nicht genügend zu tun hatten, oder weil sie aus hygienetechnischen Gründen keine zusätzliche Kraft dabei haben durften oder wollten. Außerdem schien Corona die Schüler:innen dieses Jahr in einen Trott gezwungen zu haben, in dem man nur sehr schwer über seine Interessen und Wünsche nachdenken konnte. Geschweige denn über die Zukunft.

Viele Fragen standen im Raum

Was interessiert mich eigentlich, worin bin ich gut, was möchte ich noch lernen, was möchte ich später vielleicht einmal arbeiten und vor allem: Was gibt es überhaupt alles für Berufe?

Gemeinsam mit den Eltern, den Lehrer:innen und der Jugendsozialarbeiterin, wurde recherchiert, angerufen, nachgefragt, Bewerbungen und Lebensläufe geschrieben. Mit viel Geduld und Durchhaltevermögen machten die Jungs und Mädels unserer Schule immer weiter, überwanden ihre anfängliche Schüchternheit und zeigte der Berufswelt, was eigentlich in ihnen steckt.

Und siehe da, alle Schüler:innen der beiden Jahrgänge ergatterten schlussendlich einen Praktikumsplatz. Mit etwas Aufregung, aber auch mit viel Stolz schnuppern sie nun in Kindergärten, Geschäften, Möbelhäusern, Bäckereien, Landschaftsgartenbetriebe, Schreinereien, Konditoreien, bei Maler und Lackierern, in Autowerkstätten, Restaurants, Steinmetzen, in der Industrie und in viele weitere Betrieben.

Wir sind gespannt, was sie uns am Ende der zwei Wochen berichten.