Voll schwul oder was?

„Schwuchtel“, „Homo“, „Tunte“ – leider ein paar alltägliche Äußerungen auf dem Schulhof.

Einem engagierten Klassenlehrer fiel eine zum Teil sehr beleidigende schwulenfeindliche Ausdrucksweise in seiner Klasse auf, was zum Anlass genommen wurde, gemeinsam mit der Jugendsozialarbeiterin der Erlöser-Mittelschule Christine Bieber und dem externen Kooperationspartner Fabian Pasewaldt ein Projekt zur Aufklärungs- und Anti-Diskriminierungsarbeit zu leisten.

Da das hier durchgeführte Projekt den Alltag in der Klasse positiv beeinflussen und die Klassengemeinschaft nachhaltig mitgestalten konnte, entstand die Idee das Projekt auszuweiten und in weiteren Jahrgangsstufen durchzuführen.

Gemeinsam mit Christine Bieber besuchte Fabian Pasewaldt im Dezember alle Klassen der 7. – 9. Jahrgangsstufe im Rahmen eines jeweils zwei-stündigen Workshops. Inhalte der Workshops waren unter anderem die methodisch angeleitete Aufklärungsarbeit bezüglich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt, die Sensibilisierung hinsichtlich gruppenfeindlicher Äußerungen (z.B. mit Positionierungsübungen), genauso wie die Förderung von Toleranz und einem offenen Miteinander. Die Workshops waren eine bunte Mischung aus Informations-Input, Wissens- und Erfahrungsaustausch, lebhaften Diskussionen, respektvoll geäußerten Haltungen und Meinungsverschiedenheiten.

Auch wenn Meinungsverschiedenheiten unseren Alltag prägen, wurden im Rahmen dieses Projektes viele verschiedene Möglichkeiten gefunden, mit ihnen umzugehen und respektvoll und tolerant miteinander zu leben.


Die Workshops werden von der „Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das BMFSFJ gefördert. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.