Wie funktioniert eigentlich Stadtpolitik? Wer entscheidet über Spielplätze, Freizeitangebote oder neue Schulgebäude – und kann man da überhaupt mitreden? Diesen Fragen sind in den letzten Wochen viele Kinder und Jugendliche der verschiedenen Bamberger Jugendtreffs nachgegangen.
Die Reihe „Politik zum Anfassen“ bot Jugendlichen die Gelegenheit, mit Entscheider:innen aus der Stadt Bamberg direkt, persönlich und auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen. In mehreren Begegnungen mit der Stadtspitze konnten Kinder und Jugendliche ihre Fragen anbringen, Wünsche äußern und ganz konkret erfahren, wie Stadtpolitik funktioniert. Ziel der Reihe war es, früh Berührungspunkte mit Lokalpolitik zu schaffen – und zu zeigen, dass Beteiligung möglich ist und etwas bewirkt. Denn wer erlebt, dass die eigene Meinung gehört wird, gewinnt Vertrauen in politische Prozesse und lernt: Ich kann etwas bewegen.
Gespräch im Rathaus (28.05.)
Den Startschuss setzte die BasKIDhall: Jugendliche aus der Gereuth besuchten gemeinsam mit unseren Mitarbeiter:innen das Rathaus am Maxplatz und diskutierten dort mit dem Zweiten Bürgermeister Jonas Glüsenkamp über ihre Anliegen.
Auf der Agenda: fehlende Aufenthaltsorte, die Gestaltung des Spielplatzes und die Verbesserung des Stadtteil-Images. Dabei wurde deutlich: Viele haben Interesse an Politik, wenn sie erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.
Stadtteilspaziergang mit erstem und zweitem Bürgermeister (17.06.)
Im Jugendtreff Ost wurde Politik wortwörtlich „begehbar“ gemacht: Bei zwei Rundgängen mit Oberbürgermeister Andreas Starke und zweitem Bürgermeister Jonas Glüsenkamp führten Kinder und Jugendliche ihre Gäste durch das Viertel. Sie äußerten Ideen wie Trinkwasserbrunnen, überdachte Fahrradständer, neue Fußballtore oder „Spielzeitfenster“ für Bolzplätze. Die beiden Politiker nahmen Hinweise mit, erläuterten geplante Maßnahmen und versprachen konkrete Rückmeldungen sowie eine stärkere Beteiligung der Kinder an künftigen Planungen.
Einblicke ins Rathaus (03.07.)
Sieben Kinder aus der Hausaufgabenbetreuung der BasKIDhall besuchten das Rathaus und stellten Fragen rund um ihren Stadtteil, das Rathaus und die Arbeit der Stadtverwaltung. In einem Gespräch mit Oberbürgermeister Starke thematisierten sie den Zustand des Spielplatzes, das Außengelände der BasKIDhall und die Müllsituation in der Gereuth. Im Anschluss stand eine kleine Rathausführung auf dem Programm – für viele ein spannender erster Einblick in die kommunale Politik.
Gartenarbeit, Essen und Politik: Jugendtreff GAUstark (18.07. & 30.07.)
Im Jugendtreff GAUstark wurde geschnippelt, gekocht und gegessen – zuerst gemeinsam Falafel, später frische Kräutergerichte aus dem selbstgebauten Hochbeet. Mit dabei: zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. Zwischendurch ging’s aber nicht nur ums Essen, sondern auch ums Mitreden: Was läuft gut in Gaustadt? Was fehlt? Welche Ideen kann man gemeinsam umsetzen? Neben ganz konkreten Anliegen der Jugendlichen kamen auch größere Fragen zu Freizeitangeboten, zum Stadtteilleben und zur Rolle eines Bürgermeisters zur Sprache. Ebenso fand ein Treffen im Jugendtreff Süd-West statt, bei dem die Kinder und Jugendlichen ebenfalls ihr Themen anbringen konnten.
Danke an die Stadt Bamberg
Ein großes Dankeschön geht an die Stadt Bamberg – insbesondere an Oberbürgermeister Andreas Starke und Zweiten Bürgermeister Jonas Glüsenkamp –, die sich Zeit genommen, zugehört und den direkten Dialog mit den Jugendlichen ermöglicht haben. Solche Begegnungen schaffen Vertrauen, fördern Beteiligung und zeigen: Politik lebt vom Mitmachen.
Die BasKIDhall wird durch die finanziellen Mittel der Stadt Bamberg und der Städtebauförderung ermöglicht.
Die Offene Jugendarbeit Bamberg (Ja:ba) ist von der Stadt Bamberg beauftragt und finanziert.
