Mit einem feierlichen Spatenstich hat die umfassende Erneuerung des städtischen Jugendzentrums am Margaretendamm offiziell begonnen. Bis spätestens 2028 soll die Sanierung und Erweiterung abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die Stadt Bamberg 7,8 Millionen Euro in das Projekt. Bis zu 5,5 Millionen Euro stammen aus verschiedenen Förderprogrammen, den größten Anteil trägt der Bund mit rund 4,6 Millionen Euro aus dem Programm „Sport, Jugend und Kultur“.
Zum symbolischen Baustart kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit im bisherigen Gebäude des Jugendzentrum Margaretendamm zusammen. Oberbürgermeister Andreas Starke erinnerte daran, dass das Jugendzentrum seit 1977 ein fester Bestandteil der offenen Jugendarbeit in Bamberg ist. Das Gebäude sei jedoch in die Jahre gekommen, weshalb nun dringender Handlungsbedarf bestehe.
„Das JuZ ist seit Jahrzehnten ein Ort der Begegnung, der Entwicklung und der Gemeinschaft“, betonte Starke. Generationen junger Menschen hätten hier Raum gefunden, sich auszuprobieren und Unterstützung zu erfahren. Die umfassende Sanierung sei daher ein starkes Signal für den hohen Stellenwert der Jugendarbeit in der Stadt.
Die Federführung des Projekts liegt beim Sozialreferat. Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp hob hervor, dass das Jugendzentrum auch während der Bauphase ein Ort für junge Menschen bleiben solle. Geplant sei eine „Baustelle in JuZ-Manier“ – mit Workshops, Projekten, eigenen Ideen und gemeinschaftlichem Anpacken.
Seit zwölf Jahren wird das Jugendzentrum von iSo im Auftrag der Stadt betrieben. Mit großem Engagement und jugendnahen, teils unkonventionellen Ansätzen leistet das Team wertvolle Arbeit für junge Menschen in Bamberg. „Das Jugendzentrum am Margaretendamm ist ein lebendiger Ort jugendkultureller Arbeit, an dem junge Menschen aus dem ganzen Stadtgebiet zusammenkommen“, betont Sandra Ender, stellvertretende Geschäftsführerin von iSo. Die Sanierung eröffne die Möglichkeit, diesen besonderen Ort gemeinsam mit den Jugendlichen weiterzuentwickeln und für kommende Generationen zu erhalten.
Die Baumaßnahmen sehen eine komplette Neugestaltung des Gebäudekomplexes vor. Geplant sind unter anderem eine energetische Sanierung der Gebäudehülle, eine moderne Lüftungsanlage, Gründach und Fassadenbegrünung, eine Zisterne, ein Versickerungssystem sowie eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung. Ziel ist es, das Jugendzentrum klimaschonend, sicher, funktional und zukunftsfähig aufzustellen. Verantwortlich für Planung und Umsetzung ist die Stadtbau GmbH Bamberg.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt zudem auf der umfassenden Barrierefreiheit. Ein neuer Anbau soll künftig alle Stockwerke für alle zugänglich machen. Auch der Außenbereich wird grundlegend neu gestaltet: Durch die Einbeziehung eines benachbarten Grundstücks entsteht deutlich mehr Platz, unter anderem für eine große Terrasse, eine neue Außenskateanlage und zusätzliche Grünflächen.
Mit dem Spatenstich ist der Startschuss für ein zukunftsweisendes Projekt gefallen, das das Jugendzentrum Margaretendamm langfristig als offenen, inklusiven und lebendigen Treffpunkt für junge Menschen in Bamberg sichert.
Die Offene Jugendarbeit Bamberg wird von der Stadt Bamberg beauftragt und finanziert.
Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, MdB Thomas Silberhorn, Baureferentin Annegret Michler, Oberbürgermeister Andreas Starke, Susanne Scheele von der Stadtbau GmbH, MdB Andreas Schwarz, stellvertretende iSo-Geschäftsführerin Sandra Ender und Finanzreferent Bertram Felix beim symbolischen Spatenstich vorm JuZ (v.l.)
© Stadt Bamberg, Sonja Seufferth
