Smartphones, Social Media und Online-Gaming gehören für Kinder und Jugendliche längst zum Alltag. Doch neben Spaß und Unterhaltung birgt die digitale Welt auch Risiken. Ein besonders ernstes Thema ist dabei das sogenannte Cybergrooming – das gezielte Ansprechen von Kindern und Jugendlichen im Internet durch Erwachsene mit manipulativen oder sexuellen Absichten.
Um die Schülerinnen und Schüler für diese Gefahren zu sensibilisieren, fand im April an der Ferdinand-Dietz-Mittelschule Memmelsdorf ein Workshop für die Klasse 6a statt. Initiiert wurde die Veranstaltung von der JaS-Fachkraft Stefanie Klotz. Durchgeführt wurde der Workshop von Medienpädagoge Christopher Blenk von Medien.Bildung.Prävention. und mediALL des Innovative Sozialarbeit e.V. Gemeinsam informierten sie die Kinder darüber, wie Täter im Internet vorgehen, welche Warnsignale es gibt und wie man sich in unangenehmen Situationen schützen kann.
Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler unter anderem, persönliche Daten und Fotos nicht leichtfertig weiterzugeben, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sich Hilfe zu holen, wenn sich ein Chat oder Kontakt seltsam anfühlt. Auch das Sichern von Beweisen und mögliche Anlaufstellen wurden thematisiert.
Zum Abschluss wurde den Kindern eine zentrale Botschaft mitgegeben: Reden hilft. Ob Eltern, Lehrkräfte, die JaS-Fachkraft oder Beratungsstellen wie die „Nummer gegen Kummer“ – wichtig sei es, sich Unterstützung zu holen und belastende Erfahrungen nicht für sich zu behalten. Besonders betont wurde außerdem, dass die Schuld immer bei den Tätern liegt – niemals bei den betroffenen Kindern. Mit dem Workshop ist die Klasse 6a nun besser darauf vorbereitet, sich sicher und selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen.
Gefördert wird das Programm Jugendsozialarbeit an Schulen durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie durch die öffentlichen Träger der Jugendhilfe und die Kommunen bzw. Schulaufwandsträger.
Das mobile Medienlabor mediALL wird durch die Aktion Mensch gefördert.
