Heute beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Für viele Kinder heißt das: neue Klasse, neue Lehrkräfte, neue Freundschaften und ein neuer Alltag. Für Kommunen bedeutet der Schulstart in diesem Jahr aber noch etwas anderes: Mit dem Schuljahr 2026/27 startet der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Grundschulkinder – zunächst für die Erstklässler. In den kommenden Jahren wird der Anspruch Schritt für Schritt auf alle Grundschuljahrgänge ausgeweitet. Das stellt Städte und Gemeinden vor wichtige Aufgaben: Angebote müssen geplant, Strukturen aufgebaut und Schule, Jugendhilfe und Betreuung gut miteinander verzahnt werden. Entscheidend ist dabei, dass der Ganztag vor Ort funktioniert – für Kinder, Familien, Schulen und Kommunen.

Viele Anforderungen sind längst Praxis

Neu ist der Rechtsanspruch – viele der damit verbundenen Anforderungen sind es für iSo und zahlreiche unserer kommunalen Partner jedoch nicht. In den Landkreisgemeinden, in denen iSo bereits seit Jahren Betreuungsangebote umsetzt, besteht mit Blick auf den neuen Rechtsanspruch vielfach nur geringer zusätzlicher Handlungsbedarf. Gemeinsam mit den Kommunen wurden Betreuungsangebote frühzeitig am Bedarf der Familien ausgerichtet und kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehört beispielsweise eine verlässliche Ferienbetreuung in enger Abstimmung mit den Kommunen. In der Regel umfasst sie sechs Wochen und wird gemeinsam von Kommune und Eltern finanziert. Auch Freitags- und Randzeitenbetreuung werden dort angeboten, wo ausreichend Bedarf besteht. Für Kommunen ist eine verlässliche Betreuung dabei längst ein wichtiger Standortfaktor. Denn die Ferienzeiten von Kindern lassen sich mit den Urlaubsansprüchen ihrer Eltern nicht ohne Weiteres abdecken. Wer attraktiv für Familien sein möchte, braucht deshalb passende und verlässliche Betreuungsangebote.

Kurze Wege, gemeinsame Lösungen

Beispiele dafür finden sich unter anderem in Stegaurach, Memmelsdorf, Breitengüßbach und Litzendorf. In diesen Kommunen arbeiten iSo und die Verantwortlichen vor Ort bereits seit Jahren eng zusammen. Dadurch konnten Betreuungsangebote kontinuierlich weiterentwickelt und an den tatsächlichen Bedarf der Familien angepasst werden. Ein wesentlicher Vorteil ist dabei die Nähe zu den Entscheidungsträger:innen. Statt Zuständigkeiten auf verschiedene Referate zu verteilen, bestehen kurze Wege zu Bürgermeister:innen und anderen Verantwortlichen. Bedarfe können dadurch direkt besprochen und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. „In kleineren Kommunen und Verwaltungen sind die Wege kurz und die Entscheider:innen begegnen den Familien und ihren Bedarfen direkt im Alltag. Hier herrscht oft eine lösungsorientierte Haltung und Zuständigkeiten sind gebündelt“, sagt Andreas Manglkammer, Geschäftsbereichsleitung schulbezogene Sozialarbeit bei iSo.  Unser Ziel ist es, den Ganztag so zu gestalten, dass mehr entsteht als reine Betreuung: Räume für Bildung, Begegnung, Beteiligung und persönliche Entwicklung. Denn ein guter Ganztag bedeutet für uns: Kinder im Mittelpunkt, starke Partnerschaften und Lösungen, die vor Ort funktionieren.

Wir wünschen allen Schüler:innen, Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften einen guten Start ins neue Schuljahr!