Die Sommerfreizeit der CrossOver-Einrichtungen fand vom 16. August bis zum 3. September 2026 an der Nordseeküste statt. Insgesamt nahmen 20 Kinder und Jugendliche, fünf pädagogische Fachkräfte sowie ein Praktikant teil.

Unterkunft und Rahmenbedingungen

Als Unterkunft diente ein großzügiges Seminar – und Gästehaus, das für die Freizeit angemietet  worden war. Das Haus verfügte über mehrere Gruppenräume, Schlaf- und Sanitärräume. Die Unterkunft lag in einer kleinen Wohnsiedlung mit ausreichendem Abstand zu den Nachbargrundstücken. Auf dem Außengelände befanden sich zwei große Spielwiesen, die den Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten für Bewegung, Spiel und gemeinsame  Aktivitäten boten.

Ausflüge und Freizeitaktivitäten

Während der Freizeit wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Kinder und Jugendlichen konnten zahlreiche Natur -, Bildungs- und Freizeitangebote wahrnehmen. Zu den besonderen Erlebnissen gehörten:

• Eine Zugfahrt auf die Insel Sylt mit der Erkundung der Stadt Westerland
• Besuche in verschiedenen Restaurants, Imbissen und Gaststätten
• Zahlreiche Spaziergänge und Wanderungen im Wattenmeer
• Beobachtungen und Erkundungen des Lebensraums verschiedener Watt – und Meerestiere
• Badeaktivitäten in der Nordsee am Strand von Dagebüll
• Ein weiterer Badetag auf der dänischen Halbinsel Rømø
• Das Sammeln von Muscheln und die Rettung von Quallen
• Drachensteigen am Strand
• Gemeinsames Essen, unter anderem dänische Spezialitäten und Bubble Waffles
• Tagesausflüge nach Husum, Bredstedt und Flensburg
• Besuche verschiedener Museen, Einkaufszentren und gastronomischer Einrichtungen

Auf der dänischen Halbinsel Rømø konnten die Kinder und Jugendlichen nach dem Baden Muscheln sammeln, Quallen aus dem flachen Wasser retten und Drachen steigen lassen. Der Tag wurde durch gemeinsame kulinarische Erlebnisse abgerundet.

Tagesausflug zur Hallig Hooge

Ein besonderer Höhepunkt war der Tagesausflug mit dem Schiff und einem Kapitän zur Hallig Hooge.  Während der Bootsfahrt durften die Kinder und Jugendlichen mit einem Netz verschiedene Meerestiere fangen. Anschließend erhielten sie umfangreiche Informationen über die gefangenen Tiere und konnten diese vorsichtig betrachten und teilweise in die Hand nehmen. Danach wurden die Tiere wieder in die Nordsee zurückgesetzt. Viele Kinder und Jugendliche nutzten außerdem die Möglichkeit, die Brücke des Schiffes zu besuchen. Dort stellten sie dem Kapitän zahlreiche Fragen zur Nordsee, zu Ebbe und Flut, zu den Halligen und zur Schifffahrt. Das Gespräch weckte bei einigen den Wunsch, später selbst einmal Kapitänin oder Kapitän zu werden. Auf der Hallig Hooge fanden weitere Aktivitäten statt:

• Eine Kutschfahrt über die Hallig
• Der Besuch des Sturmflutkinos
• Ein Spaziergang über die Hallig
• Die Besichtigung verschiedener Brücken und Priele
• Der Besuch der Halligkirche
• Ein Gespräch mit einem Kirchenführer

Im etwa 20-minütigen Film des Sturmflutkinos wurden die letzte schwere Sturmflut, die getroffenen Vorbereitungen, das Verhalten während der Sturmflut sowie die anschließenden Aufräum – und Wiederaufbauarbeiten anschaulich dargestellt. In der Halligkirche erhielten die Kinder und Jugendlichen außerdem Informationen über die  Geschichte des Gebäudes, den Glauben und das Gemeindeleben seit dem 17. Jahrhundert. Sie zeigten großes Interesse und stellten dem Kirchenführer zahlreiche weiterführende Fragen.

Beobachtungen in Flensburg

Während des Aufenthalts in Flensburg konnte die Gruppe über einen längeren Zeitraum eine Gruppe Möwen beobachten, die eine Tüte Chips gefunden und den Inhalt gemeinsam verzehrt hatte. Diese Situation bot einen spontanen Anlass, das Verhalten der Tiere und den Umgang mit Abfällen im öffentlichen Raum zu thematisieren. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, bei einem Straßenmusiker eine Klangschale auszuprobieren und selbst Musik zu machen. Die Kinder und Jugendlichen beteiligten sich interessiert und hatten Freude an dieser ungeplanten musikalischen Erfahrung.

Pädagogische Angebote

Neben den Ausflügen fanden im Ferienlager regelmäßig pädagogische Angebote statt. Dazu gehörten insbesondere:

• Sozialkompetenztrainings in Form gruppendynamischer Übungen
• Kooperations – und Bewegungsspiele
• Gemeinsame Reflexionsgespräche
• Abendliche Gemeinschaftsspiele
• Gelegentliche Filmabende
• Gemeinsames Kochen und Vorbereiten der Mahlzeiten
• Regelmäßige Reinigungsdienste in den Zimmern und Sanitärräumen

Ein besonders schönes Erlebnis ereignete sich an einem Morgen, als die Kinder und Jugendlichen die pädagogischen Fachkräfte überraschten. Sie hatten selbstständig das gesamte Frühstück vorbereitet und bereits am Vortag die Frühstückswünsche der Mitarbeitenden erfragt. Diese Aktion zeigte Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen.

Zusammenleben und Entwicklung

Das Zusammenleben in der Gruppe verlief über die drei Wochen hinweg positiv und gemeinschaftlich. Die Kinder und Jugendlichen konnten zahlreiche neue Erfahrungen sammeln und ihre sozialen, praktischen und persönlichen Kompetenzen erweitern. Besonders deutlich wurden:

• Die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung
• Die Freude an gemeinsamen Aktivitäten
• Die zunehmende Übernahme von Verantwortung
• Das Interesse an Natur, Tieren und Umwelt
• Die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen und Fragen zu stellen
• Die Entwicklung von Selbstständigkeit im Alltag
• Die Bereitschaft zur Teilnahme an Reflexions – und Gruppenangeboten

Die Freizeit zeigte, dass die Kinder und Jugendlichen über eine ausgeprägte Lebensfreude verfügen. Sie waren täglich offen für neue Erfahrungen, interessierten sich sehr für naturkundliche und kulturelle Themen und beteiligten sich mit großer Neugier an den verschiedenen Angeboten.

Fazit

Die Sommerfreizeit 2026 war insgesamt eine erlebnisreiche, pädagogisch wertvolle und harmonische gemeinsame Zeit. Trotz der wetterbedingten Verkürzung um einen Tag konnten zahlreiche Ausflüge, Bildungsangebote, Naturerfahrungen und gemeinschaftliche Aktivitäten umgesetzt werden. Die Kinder und Jugendlichen sammelten vielfältige Lernerfahrungen, erweiterten ihre Kenntnisse über Natur, Tiere, Wattenmeer, Schifffahrt und regionale Geschichte und stärkten zugleich ihre sozialen Kompetenzen. Das gemeinschaftliche Miteinander, die hohe Beteiligung und die sichtbare Lebensfreude der Kinder und Jugendlichen prägten die Freizeit und machten sie zu einem gelungenen Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Gemeinsam ermöglicht: Herzlichen Dank an die zahlreichen Unterstützer:innen

Die Sommerfreizeit wurde durch die Unterstützung zahlreicher Partnerinnen und Partner mitgetragen. Die eingegangenen Spenden ermöglichten insbesondere die vielfältigen Bildungs- und Erlebnisangebote während der Reise. Dazu gehörten unter anderem die Zugfahrt auf die Insel Sylt mit der Erkundung der Stadt Westerland sowie der Tagesausflug zur Hallig Hooge mit dem Schiff.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, diese besonderen Erfahrungen zu ermöglichen:

  • Joseph-Stiftung

  • Inner Wheel Club Bamberg

  • GKG Main-Aurach-Kita St. Christophorus Trunstadt (Martinsopfer)

  • Landfrauen Viereth-Weiher

  • Martin Pscherer (Weihnachtsspende)

  • FC Eintracht Bamberg 2010 e. V. (Spende Weihnachtssingen)

  • Inner Wheel Hilfswerk Erlangen e. V.

Wir bedanken uns bei allen Förderinnen und Förderern herzlich für ihre wertvolle Unterstützung und ihren Beitrag dazu, dass die Kinder und Jugendlichen eine erlebnisreiche und zugleich lehrreiche Sommerfreizeit an der Nordsee erleben konnten.