Wie kann Jugendhilfe Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag erreichen? Welche Chancen bietet Sport als niedrigschwelliger Zugang? Diesen Fragen ging Bayerns Familien- und Jugendministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf bei ihrem Besuch der BasKIDhall in Bamberg am 23. September nach.
Begrüßt wurde Scharf von Jonas Glüsenkamp, Zweitem Bürgermeister und Sozialreferenten der Stadt Bamberg. Gemeinsam mit Praxisvertreter:innen, kommunalen Akteur:innen sowie Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil erhielt die Ministerin Einblicke in die Arbeit von iSo.
Im Mittelpunkt stand insbesondere das deutschlandweite Projekt BasKIDball, das Sport, Bildung und Soziale Arbeit miteinander verbindet. Die BasKIDhall ist einer der Orte, an denen dieses Konzept im Alltag sichtbar wird. Basketball und weitere Sportangebote schaffen einen niedrigschwelligen Zugang und bringen Kinder und Jugendliche unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religion zusammen.
Dabei geht es um mehr als Bewegung: Die Kinder und Jugendlichen erleben Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung, entwickeln soziale Kompetenzen und stärken ihr Selbstvertrauen. Gleichzeitig finden sie vor Ort verlässliche Ansprechpartner:innen und Unterstützung bei Fragen und Herausforderungen ihres Alltags.
Besonders unmittelbar wurde dieser Ansatz beim Austausch mit Kindern aus dem Stadtteiltreff. Zwei Kinder, die regelmäßig in die BasKIDhall kommen, berichteten der Staatsministerin, was sie an dem Angebot schätzen und welche Bedeutung der Ort für sie hat.
„Ich komme gern in die BasKIDhall, weil man hier coole Sachen machen kann. Uns wird bei den Hausaufgaben geholfen. Es gibt eine bunte Halle. Ich kann hier mit meinen Freunden spielen. Mit uns wird gekickert, Tischtennis und Fußball gespielt. Und es gibt leckeren Obstsalat.“
„Die Mitarbeiter helfen uns gerne und in der Halle kann man alles mögliche spielen – zum Beispiel Fußball, Basketball und Volleyball.“
Auch aktuelle Herausforderungen der Jugendhilfe waren Thema des Austauschs. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Angebote gestaltet sein müssen, damit sie unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigen und Kinder und Jugendliche tatsächlich erreichen. Die BasKIDhall zeigt, wie dabei Sport, soziale Arbeit, Bildung und das Engagement unterschiedlicher Partner:innen zusammenspielen.
Getragen wird die Arbeit von iSo von einem breiten Netzwerk an Partner:innen und unterstützt unter anderem durch die Alexandra Böhnlein Stiftung, die sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Bamberg und der Region Franken einsetzt.
Zum Abschluss konnte Staatsministerin Scharf die BasKIDhall auch sportlich kennenlernen und sich bei einer kleinen Freiwurf-Challenge selbst am Basketballkorb versuchen. Sie betont: „Für mich hat es Priorität, unsere Jugend zu stärken. In der BasKIDhall findet echte Begegnung vor Ort statt: Junge Menschen machen miteinander Sport, erleben Gemeinschaft und erhalten einfach Unterstützung. Das ist ein gelungenes Beispiel für innovative Jugendarbeit! Es wird damit der Grundstein für eine Generation gelegt, die sich aktiv beteiligt, anpackt und mitmacht. Wir setzen mit dem Aktionsplan Jugend auf Dialog und Beteiligung. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“
Die BasKIDhall wird finanziert durch die Städtebauförderung und die Stadt Bamberg.
Das deutschlandweite Projekt BasKIDball ist eine Gemeinschaftsinitative von iSo und der ING.
